36. Schaffhauser Jazzfestival
Jazz ist Praxis. Die Festivalausgabe 2026 geht unserem Motto What is Jazz? in unterschiedlichen Kontexten nach. Das Programm umfasst nebst Konzerten neu auch Workshops, vermehrt
Formate im öffentlichen Raum sowie spartenübergreifende Veranstaltungen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Schweizer Jazz. Das Programm zeigt unterschiedliche Generationen, Arbeitsweisen und ästhetische Herangehensweisen. Teile des Programms richten sich neu gezielt an Kinder, Familien, Menschen mit Beeinträchtigung und Senior:innen.
Events ausserhalb der Kammgarn
Festival-Auftakt in Stein am Rhein Sonntag
03. Mai | 13:00 bis 16:00 Uhr (Eintritt frei)
13:00 – 16:00 Uhr – Verschiedene Bands an diversen Orten in der Stadt
Main Stage Innenhof Bürgerasyl 16:00 Uhr
Purzelkonzert
Vera Baumann (Stimme), Silke Strahl (Saxophon)
Niemand zu jung, selbst eine Musikerin zu sein! Vera Baumann und Silke Strahl improvisieren mit Schellen und Folien, mit Rettungsdecken und Küchenutensilien, und kreieren damit Klanglandschaften, die Kinder von 0 bis 2 Jahren nicht nur staunen lässt, sondern sie auch inspiriert, selbst Musik zu machen.
Lukas und Wale auf den Spuren des Jazz
Tenzin Ngingthatshang (Gesang), Patrick Joray (Altsaxophon & Querflöte), Livia Marras (Klavier), Tim Hüllstrung (Gitarre, Gesang & Komposition), Pino Zortea (E-Bass, Gesang & Komposition), Janis Jaunalksnis (Schlagzeug)
Der junge Lukas und der alte Matrose Wale segeln um die Welt auf der Suche nach dem Jazz. Wo immer sie ankommen, sei es in Rio de Janeiro oder in Tokyo, kommen sie in den Genuss zauberhafter Musik. Ein faszinierendes Live-Hörspiel für die ganze Familie mit Text und Bildern, vertont mit Saxophon, Querflöte, Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang.
Café da Manhã
Debora Monfregola (Gesang), Oliver Pellet (Gitarre), David Cogliatti (Klavier), Daniel Somaroo (Bass), Florian Haas Schneider (Schlagzeug)
Sie wollen, dass es endlich Sommer wird? Café da Manhã, das Quintett aus Basel, spielt eine Mischung aus Samba, Bossa Nova und Jazz, die selbst lahme Beine zappeln lässt. Falls jemand auf die Idee kommt, in Stein am Rhein einen Caipirinha-Stand aufzumachen – heute macht er seinen Rekordumsatz.
New Balkan Folk – Platz Städtli
Janina Fink (Violine & Leitung), Roland von Flüe (Klarinette), Nayan Stalder (Hackbrett), Roko Jurcevic (Gesang, Tambura, Gitarre), Valerie Dupertuis (Akkordeon), Jakob Falz (Kontrabass), Luca Dällenbach (Perkussion)
Ja, diese Band stammt tatsächlich aus der Innerschweiz! Mit Geige, Bass, Hackbrett, Klarinette, Tambura und Akkordeon taucht das Septett ganz tief ein in die Tradition südosteuropäischer Volksmusik und verwebt sie mit ungeraden Rhythmen und zeitgenössischen Experimenten.
Nomen est omen – New Balkan Folk.
Schuler / Schuler
Laura Schuler (Violine & Stimme), Luzius Schuler (Orgel)
Die Geschwister Laura und Luzius Schuler, sie an der Violine, er an den Tasten, sind aus der Schweizer Improvisationswelt längst nicht mehr wegzudenken. In der Kammgarn hörte man sie zum Beispiel als Trio Esche. Jetzt sind sie für eine experimentelle Klangperformance mit Orgel in einer Kirche. Ein Fest für die Sinne!
Maio / Torgue Duo
Mirko Maio (Klavier), Lenni Torgue (Vibraphon)
Lenni Torgue und Mirko Maio, das sind zwei junge Musiker aus der Romandie mit einem lyrischen, melodischen Klang. Mal erinnern einen die beiden an afro-kubanische oder senegalesische Rhythmen, mal feiern sie mit Piano und Vibraphon eine Hommage an das legendäre Duo Chick Corea und Gary Burton. Von den beiden wird man noch hören.
Paula Oliveira & Léo Tardin
Paula Oliveira (Gesang), Léo Tardin (Klavier)
Der Genfer Pianist Léo Tardin und die portugiesische Sängerin Paula Oliveira machen seit über 20 Jahren zusammen Musik und erkundeten auf einer Handvoll Alben die portugiesische Musikkultur. Jetzt haben sie im intimen Duo Lieder des legendären Kino-Komponisten Michel Legrand neu interpretiert und mit portugiesischen Texten versehen.
Hauptbühne: Lea Maria Fries – 16:00
Lea Maria Fries (Gesang, Leitung), Gauthier Toux (Klavier), Julien Herné (Bass), Antoine Paganotti (Schlagzeug)
Man glaubt es kaum, aber diese Scheibe ist tatsächlich ein Debüt! Lea Maria Fries braucht man eigentlich nicht vorzustellen. Mit Anfang 20 beeindruckte sie Quincy Jones am internationalen Gesangswettbewerb in Montreux. Später gründete sie in Berlin die Electro-Pop-Band Visitor, mit der sie vor zehn Jahren ein bemerkenswertes Konzert im TapTab spielte. In der Zwischenzeit hat sich die Luzernerin in Paris niedergelassen und sich mit einigen der gefragtesten Namen der pulsierenden Szene der französischen Hauptstadt zusammengetan. In ihrer neuen Band spielen der Pianist Gauthier Toux, mit dem sie auch schon in Schaffhausen auftrat, der grosse katalanische Trompeter Raynald Colom, der Akkordeon-Gigant Vincent Peirani und ihr Partner, der Bassist Julien Herné, der auch das Erstlingsalbum «Cleo» produziert hat. Die grossartige Scheibe zeigt hochmodernen Jazz mit Pop-Einschlag und elektronischem Unterbau, und sie zeigt Fries’ sicheres Gespür für Rhythmus und Groove. Ein im besten Sinne mutiges Werk, roh und zerbrechlich, sensibel und brachial, vor allem aber wunderbar verspielt.
Tap Tab, 07. – 09. Mai 2026
TapTab, 7.5.2026, 19:30
JAZZ-KINO: Max Roach und Drums Solokonzert Bernie Ruch
Bernie Ruch (Schlagzeug)
Max Roach ist eine Jazz-Legende, einer der besten Schlagzeuger der Welt, doch in seiner über 70 Jahre dauernden Karriere war er noch viel mehr – vom Hip-Hop-Wegbereiter bis zum Bürgerrechtsaktivisten. In einem international gefeierten Dokumentarfilm erinnern sich Leute wie Harry Belafonte, Questlove von The Roots oder Quincy Jones an den Ausnahmemusiker.
Einer, der sich ebenfalls an Max Roach erinnert, ist der Schaffhauser Schlagzeuger Bernie Ruch, der einst von ihm unterrichtet wurde und jetzt in einem halbstündigen Solokonzert in diesen Filmabend einführen wird.
TapTab, Freitag, 8. Mai 2026, 20:30
Neal Sugarman
Neal Sugarman (Tenorsaxophon), Thomas Bouser (Hammond B-3 Orgel), Ron Magril (E-Gitarre), Claudio Strüby (Schlagzeug)
Sie mögen Soulmusik? Dann kennen Sie das Label Daptone Records, das den Soul vor 25 Jahren zurück auf die Bühnen der Welt brachte und Heimat wurde für Sharon Jones, Charles Bradley oder Lee Fields. Gegründet hat das Label ein Mann namens Neal Sugarman, der als Saxophonist auch bei der Hausband The Dap-Kings mittut, die Alben für Amy Winehouse, Mark Ronson oder Al Green einspielte. Seit der Grammy-Gewinner Sugarman in Zürich wohnt, sieht man ihn auch hierzulande immer mal wieder auf der Bühne. Nun kommt er mit einem neuen Quartett mit Hammond-Orgel nach Schaffhausen, tief verwurzelt in der Tradition von Soul, R’n’B und Jazz.
TapTab, Freitag, 8. Mai 2026, 22:00
Electric Monk
Balts Hürner (E-Gitarre, Samples, Effekte), David Bruppacher (Rhodes, Keyboards, Stimme, Visuals, Effekte), Thomas Wirz (E-Bass, Effekte), Adrian Wäckerlin (Schlagzeug, Perkussion, Effekte)
Electric Monk sind die Meister der kühlen Gefühle, die urplötzlich überborden: Seit knapp acht Jahren machen Balts Hürner, Thomas Wirz, Adrian Wäckerlin und David Bruppacher gemeinsam Musik. In endlosen Sessions im Kleinstadt-Keller bewegen sich die vier Tüftler mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Synthies durch den Äther – nächste Haltestelle: immer eine neue Klangwelt, immer inconnue. So nehmen sie mit auf eine Reise durch Bild, Raum und Schall. Ein dunkel-buntes Fest der Innerlichkeit mit ekstatischen Ausbrüchen. Wild und schön, wie luzides Träumen.
TapTab, Freitag, 9. Mai 2026, 20:30
Layena
Es war einmal ein gutes Dutzend junge Jazzerinnen und Jazzer vom Tessin bis Basel, die sich in endlosen Jamsessions verloren, nigerianischen Afrobeat mit Electronic Dance Music vermengten, das Ganze mit Hip-Hop, Latin oder italienischen Chanson abschmeckten und sich den Namen Mambassa Collective gaben. In der Zwischenzeit sind einige Jahre vergangen, aus dem Dutzend wurde ein Nonett namens Layena mit drei Bläsern, das 2024 das Debüt «Arcades» veröffentlichte, eine Scheibe mit einem wunderbar wohligen Groove. Am besten aber ist diese Band live.
TapTab, Samstag, 9. Mai 2026, 22:00
Binary Boy
Arno Grussendorf (Keys, E-Bass), Jakob Seeber (Schlagzeug, Rap)
Der Club TapTab, das muss hier vorausgeschickt werden, ist das Zentrum der Schaffhauser Untergrundkultur. Und keine der diesjährigen Jazzfestival-Bands passt besser hierher als Binary Boy. Jakob Seeber und Arno Grußendorf machen waschechte House-Musik, wobei Einflüsse von UK Garage und Drum‘n’Bass nicht von der Hand zu weisen sind. Doch was viele zu Hause mit ihrem Drumcomputern produzieren, spielen die beiden mit echten Instrumenten ein, um dann auch noch darüber zu rappen. Auf dass diese Nacht niemals zu Ende geht.
Schaffhauser Street-Jazz Spezial
Samstag, 24. Mai, 11:00 bis 15:00 Uhr in der Altstadt – TBA
22. Schaffhauser Jazzgespräche
24. Mai | 14:30 bis 18:00
Zusammenarbeit mit: Hochschule Luzern – Musik, Zürcher Hochschule der Künste, Pro Helvetia und SONART – Musikschaffende Schweiz
Music & Mental Health:
Ist Musikmachen gesund?
Um die psychische Gesundheit junger Menschen steht es schlechter als in früheren Jahren – auch bei Studierenden. Der Alltag von Musik- und Kunstschaffenden ist oft von Themen wie Lampenfieber, Selbstbewusstsein, Performance- oder Zukunftsängsten geprägt. Wie ist es denn nun? Ist Musikmachen eine Last oder eine Ressource? Eine Flucht, ein Geschenk oder alles zusammen?
Leitfragen sind folgende:
- Bei Leistungssportlerinnen gehört mentales Training zum Alltag – und seit sich Sportlerinnen wie Simone Biles öffentlich äussern, ist das Bewusstsein dafür gewachsen, wie hoch der Druck sein kann. Wie ist es bei Musikerinnen? Lassen sich womöglich spannende Parallelen ziehen?
- Wie ist das in der Musik?
- Was kann ich tun, wenn ich feststelle, dass es mir oder einer mir nahestehenden Person psychisch nicht gutgeht? Wann brauche ich fachliche Hilfe?
Gäste:
- Nicole Peterer, Mentalcoach für Leistungssportler*innen
- Clemens Kuratle, freischaffender Musiker und Dozent an der Hochschule Luzern – Musik
- Sylvie Monnier, eidg. anerkannte Psychotherapeutin und Studienleiterin Master of Advanced Studies ZSB in Systemischer Beratung & Pädagogik
- Chorisma: Chorleitung und Chorsänger*innen
- Studierende der Zürcher Hochschule der Künste und der Hochschule Luzern – Musik
Leitung:
Anicia Kohler (1982) ist Musik- und Textschaffende. Nach ihrem Studium an der Jazzschule Basel (dem heutigen Jazzcampus) bildete sie sich im Schreiben für Orchester und Filmmusik weiter und absolvierte zuletzt 2020 den Kurs “Music and Social Action” der Yale University (USA). Als Bandleaderin und Pianistin veröffentlichte sie bisher vier Alben und ein Buch und organisierte zahlreiche Projekte und Festivals mit Jazzmusikerinnen und Künstler*innen anderer Sparten.
Events in der Kammgarn
Mittwoch, 21. Mai
20:15 Uhr – Zumthor’s Books & Alcohol Sextet (Uraufführung) [www.kappelerzumthor.ch]
Tizia Zimmermann (acc, gong), Raphael Camenisch (sax, gong), Simone Keller (p, gong), Philipp Eden (p, gong), Paul Amereller (dr, gong), Peter Conradin Zumthor (dr, gong, comp)
Eine Kammersymphonie in dreifacher Doppelbesetzung: 2x Luft, 2x Klavier, 2x Schlagzeug. Sechs Ausnahmemusiker*innen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen treffen aufeinander.
Zumthors Komposition „Bücher & Alkohol“ scheint die unterschiedlichen Charaktere wie Magnete anzuziehen und bildet einen lebendigen Organismus. „Ein sechsköpfiges Orchester, das wie eine Band agiert, aber symphonische Grösse erreicht. Mitreissend, faszinierend und bezaubernd.“
21:15 Uhr – Cork 5 (Uraufführung) [www.joschaschraff.com]
Sonja Ott (tp), Niculin Janett (sax), Joscha Schraff (p, comp), Louise Knobil (b), Philipp Leibundgut (dr)
Der Schaffhauser Jazzpianist Joscha Schraff bringt eine neue Band auf die Bühne. Mit Sonja Ott, Niculin Janett, Louise Knobil und Philipp Leibundgut sind fünf Schweizer Musiker*innen vertreten, die in ihren jeweiligen Landesteilen für Furore sorgen. Gemeinsam wollen sie nicht nur Kantonsgrenzen sprengen, sondern auch klangliches Neuland ergründen und damit ordentlich Staub aufwirbeln.
Donnerstag, 22. Mai
20:15 Uhr – Knobil [www.knobil-music.com]
Louise Knobil (b, voc, comp), Chloé Marsigny (bcl), Vincent Andreae (dr)
KNOBIL ist ein französischsprachiges Chanson-Projekt mit Post-Bop und Glitzer-Jazz, gegründet von der Kontrabassistin, Sängerin und Komponistin Louise Knobil aus Lausanne. Beeinflusst von Esperanza Spalding, Charles Mingus und Boris Vian, nutzt sie ihren Kontrabass und ihre Stimme, um mit ihrem Publikum ihr musikalisches Tagebuch zwischen Polyamorie, Schlafmangel und Pesto-Rezept zu teilen.
21:15 Uhr – Christy Doran / Urs Leimgruber (Uraufführung, LP-Release) [www.christydoran.ch]
Christy Doran (g, fx), Urs Leimgruber (ss)
Christy Doran und Urs Leimgruber spielen seit den frühen 1970er Jahren zusammen, vor allem in der legendären Electric-Jazz-Freemusic-Gruppe OM und in Dorans Projekten MAY84 und MAY95. MAY95 war ein Carte-Blanche-Projekt, das das Schaffhauser Jazzfestival 1995 initiierte und dieses Jahr als Doppel-LP von Unit Records veröffentlicht wird. Leimgruber und Doran starteten ihre beispiellosen Karrieren zusammen, und bis heute kreuzen sich ihre Wege immer wieder in neuen Projekten, wie diesem Duoprojekt, das wir als Uraufführung ankündigen dürfen.
22:00 Uhr – Marcel Lüscher Quartett (Albumtaufe) [www.marcelluescher.com]
Marcel Lüscher (sax, cl, bcl), Thomas Lüscher (p), Björn Meyer (b), Kaspar Rast (dr)
Die Brüder Marcel und Thomas sowie die musikalischen Geschwister Björn Meyer und Kaspar Rast – eine potente Kombination musikalischer Globetrotter. „Forget – celebrate – make things happen!“, so der Titel eines der Stücke der Band, widerspiegelt die Philosophie der vier Musiker. Kreative Energie und Optimismus werden das Publikum durch den ganzen Konzertabend begleiten. Ihr neues Album erscheint im Januar 2025 bei Unit Records und wurde im renommierten Studio La Buissonne in der malerischen Provence aufgenommen.
Freitag, 23. Mai
20:15 Uhr: Wabjie (Album-Release) [www.bagdrop.ch/soraya-berent]
Soraya Berent (voc, synth-b, comp), Michel Wintsch (p, synth, comp), Samuel Jakubec (dr, comp)
„Wabjie“ bezeichnet Kräuter oder Moose, die zwischen Pflastersteinen, durch Mauerritzen und andere unerwünschte Spalten wachsen. Das 2019 gegründete Trio der Schweizer Improvisator*innen Soraya Berent, Michel Wintsch und Samuel Jakubec bewegt sich im Spannungsfeld zwischen freien Stimmungen, sequenzierten Mustern und polymetrischen Grooves. Beeinflusst von improvisierter, elektronischer und alternativer Musik, verbindet sich die prägende Stimme von Soraya Berent mit Synthesizern, akustischem Klavier und Schlagzeug zu einem wilden, eigenständigen musikalischen Bodenmosaik.
21:15 Uhr: Colin Vallon Trio [www.colinvallon.com]
Colin Vallon (p), Patrice Moret (b), Julian Sartorius (dr)
Das Colin Vallon Trio hat in der Welt der Klaviertrios seinen eigenen Platz gefunden, indem es die Konventionen des Genres auf ruhige Weise herausfordert. Auf seinem dritten ECM-Album führt Vallon die Gruppe nicht mit virtuoser Solisten-Attitüde, sondern schafft durch geduldiges Skizzieren von Melodien einen Raum, in dem Gruppenimprovisationen gedeihen können. Der erdende Zug von Patrice Morets Bass und die Detailfreude in Julian Sartorius’ Schlagzeugspiel sind entscheidend für den Erfolg von Vallons künstlerischem Konzept und für die emotionale Bandbreite, die die Musik vermittelt.
22:15 Uhr: Trio Heinz Herbert (Uraufführung) [www.trio-heinz-herbert.com]
Dominic Landolt (g, fx), Ramon Landolt (synth, sampling), Mario Hänni (dr, fx)
„Die Gleichberechtigung aller Sounds zieht uns magisch an – das Leise, Unharmonische, Harmonische, das Hineinzoomen und Hinauszoomen, Field Recordings, 4/4, Polyrhythmen, in sync – out of sync‘. Wir versuchen, jedem dieser Klänge, Ideen oder Konzepte die gleiche Bedeutung zu verleihen, um Musik zu schaffen, die oft auf eine nicht-traditionelle Weise strukturiert ist.“ Abseits ausgetretener Pfade entwirft die Band so neue emotionale Landschaften und akustische Geografien für die Hörerinnen und Hörer.
Samstag, 24. Mai
20:15 Uhr: So Lieb Quartet (Album-Release) [www.sonja-ott.ch]
Sonja Ott (tp, flh), Philipp Leibundgut (dr), François Lana (p), Rafael Jerjen (b)
Das «So Lieb Quartet» wird von tiefen musikalischen Verbindungen getragen. Ihre Musik ist ein lebendiges Gewebe, mal dicht und kraftvoll, mal luftig und zart, aber immer im Fluss.
Komposition und Improvisation verschmelzen zu einer Suche nach dem Unerwarteten und dem Bruch mit Hörerwartungen. Die vier Musiker*innen verweben ihre einzigartigen Stimmen zu einem Klangkörper, der sich stetig wandelt. Ein Dialog entsteht – mit dem Raum, dem Publikum, den Herzschlägen und Atemzügen, voller unvorhersehbarer Rhythmen und harmonischer Feinheit.
21:15 Uhr: Sylvie Courvoisier Solo – Pour Irène Schweizer (Uraufführung)[www.sylviecourvoisier.com]
Sylvie Courvoisier (p)
Die aus Lausanne stammende Pianistin und Komponistin Sylvie Courvoisier lebt in New York und gilt als eine der international renommiertesten Jazzpianistinnen. Seit 20 Jahren prägt sie die zeitgenössische Jazz-Szene und ist dafür bekannt, dass sie zwei unterschiedliche Welten miteinander verbindet: die detailreiche Kammermusik ihrer europäischen Wurzeln und die experimentellen Klänge der Jazz-Szene in New York. Kürzlich veröffentlichte sie ihre zweite Soloplatte „To be other-wise“ bei Intakt Records. Sylvie Courvoisier teilt mit uns auch ihre Überzeugung, dass Alleinspielen nicht Alleinsein bedeutet. Sie widmet ihr Schaffhauser Konzert Irène Schweizer als Zeichen ihrer tiefen Verbundenheit.
22:15 Uhr: RLM – Ruther Lana & Miss C-Line feat. Gaston Bandimic [www.jonasruther.com]
Jonas Ruther (dr), Miss C-Line (rap, voc, EFX & perc), François Lana (synth & sampler), Gaston Bandimic (rap)
RLM ist ein Trio aus der Schweiz, gegründet von Drummer Jonas Ruther, mit François Lana und Miss C-Line, Rap-Gesang und FX. Mit Einflüssen der modernen Indie-Rap- und Jazz-Kultur, kombiniert mit kollektiven Improvisationen und komplexen psychedelischen Klangstrukturen, schaffen die drei starken Persönlichkeiten ein intensives Musikerlebnis auf der Bühne. Für das Schaffhauser Jazzfestival laden RLM den senegalesischen Rapper Gaston Bandimic ein, der auf Wolof rappt und live ein beeindruckendes rhythmisches Feuer entfacht.
[alle inhalte von der mieterin zvg]



